Dorfkirche Wildenbruch
Gemeinde Michendorf, in der Nähe des Seddiner Sees,
südlich von Potsdam, Berliner Ring A 10, Abfahrt Michendorf
Diese wunderschöne Kirche ist dem frühen 13. Jahrhundert zuzuordnen
und damit die älteste Kirche weit und breit.
Nach einer Überlieferung haben Mönche vom Kloster Lehnin mit ihren Fachkenntnissen
zum Bau dieser Kirche aus äußerst harten und spröden Granitbrocken beigetragen.
 
 
 
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Fotos: Peter Bleckwenn, August 2009
Bauliche Besonderheiten: (nach Informationen aus dem PEDA-KUNSTFÜHRER Nr. 386/1997)
Wie beim Havelberger Dom wird das Kirchenschiff von der  Breite des Westwerks übertroffen.
Die Turmwände sind aus nahezu würfelförmig behauenen Feldsteinen geschichtet.
An das Kirchenschiff schließen sich jeweils schmaler der Chor und die Apsis an.
Riegellöcher für einen  Wehrbalken und die hohe Lage der ursprünglichen Fester belegen den Charakter als Wehrkirche und Zufluchtsstätte.
Reste von gewölbten Ziegeln verweisen auf eine mittelalterliche Mönch-/Nonne-Deckung.
Um 1600 muss das Dach der Apsis neu errichtet worden sein.
In der ersten Hälfte des 19.Jh. mussten Turmdach und Kirchenäußeres mehrfach instandgesetzt werden, 1877 wurde das Kircheninnere umgestaltet und im Westen eine dreiseitige Empore auf gusseisernen Stützen eingebaut.
In der gewölbten Apsis sind mittelalterliche Malereien freigelegt und erhalten worden.
Wen wundert es, dass diese Kirche zum Heiraten geradezu einlädt und gern und oft genutzt wird?
Die frühere Orgel wurde um 1884 angeschafft und 1927 von Fa. Schuke ersetzt, in das neue Gehäuse wurde der Prospekt mit barocken Schnitzereien integriert.
Ansonsten prägt die weiße Kreideschlämmung die Schönheit des Innenraums mit den beiden Bögen, wobei leicht gespitzte Schlusssteine einen zarten Hinweis auf die nachfolgende Gotik geben könnten.
www.kirche-wildenbruch.de
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